Der Kammmolch:

Das FFH Gebiet „Stellmoorer Tunneltal / Höltigbaum“ gehört zu den bedeutendsten Kammmolchgebieten in Deutschland.
Mit einer Gesamtlänge von bis zu 18 cm ist der Nördliche Kammmolch (Triturus cristatus) unsere größte heimische Molchart und europaweit streng geschützt.
Männliche Tiere besitzen während der Paarungszeit einen stark gezackten Hautkamm auf dem Rücken, der ihnen in ihrem verborgenen Unterwasserreich das Aussehen urtümlicher kleiner Wasserdrachen verleiht. Auf der Bauchseite sind Kammmolche auffällig gefärbt, mit einem variablen schwarzen Fleckenmuster auf gelb-orangem Untergrund, welches (ähnlich wie ein Fingerabdruck) zur Unterscheidung von Individuen genutzt werden kann.
Diese faszinierenden Wesen führen ein spannendes Doppelleben: Während sie als Larven an ein Leben im Wasser gebunden sind, halten sie sich nach der Metamorphose überwiegend an Land auf. Erwachsene Kammmolche nutzen verschiedene Teillebensräume (Winterquartier, Laichgewässer, Sommerlebensraum), zwischen denen sie im Jahresverlauf hin und her wandern.
Wie andere Amphibienarten auch leiden Kammmolche vor allem unter der fortschreitenden Fragmentierung und Zerstörung ihrer Lebensräume. Um effektive Schutzmaßnahmen für diese gefährdete Amphibienart zu entwickeln, ist es daher äußerst wichtig, das Wanderverhalten und die räumliche Dynamik von Kammmolch-Populationen besser zu verstehen.
Die Biologin Dr. Bianca Unglaub hat sich im Rahmen ihrer Dissertation ausführlich mit dieser streng geschützten Art auseinandergesetzt.
Hier geht es zur: Dissertation
