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Dialogveranstaltung weiter online

Leider wurde der Link zur Dialogveranstaltung auf Youtube bereits deaktiviert. Der Link auf der Website der Stadt Ahrensburg wurde eingekürzt, so dass die Begrüßung des Bürgermeisters und ein Großteil der Eröffnungsrede der IG Tunneltal nun fehlen.

Wer sich die Aufzeichnung der Veranstaltung in voller Länge ansehen möchte, kann das weiterhin über diesen Link:  https://www.facebook.com/Ahrensburg.TV/videos/1752802081770248

Die Redebeiträge mit kritischen Stimmen zum Ausbau der S4 / Gütertrasse finden Sie in nachfolgenden Abschnitten:

  • Svenja Furken,  IG Tunneltal:  ab 0:47 h
  • Prof. Stuwe, Northern Business School:  ab 1:26 h
  • Dr. Arnold Harmsen, Bürgerinitiative Marienthal:  ab 1:38:49 h
  • Malte Siegert, NABU Hamburg: ab 2:01 h

Märchenwettbewerb ist beendet!

Der Märchenwettbewerb ist beendet. Wir freuen uns über alle Einsendungen, die aus völlig unterschiedlichen Altersgruppen kommen. Die jüngste Einsenderin ist 10 Jahre alt. Ganz besonders toll ist die Tatsache, dass auch Jugendliche so mutig waren und ein Märchen geschrieben haben, obwohl Deutsch nicht ihre Muttersprache ist.
Insgesamt sind 32 Märchen eingegangen, die jetzt bei der Jury liegen und beurteilt werden.
Wir hoffen, dass die Preisverleihung noch vor Weihnachten in der Stadtbücherei stattfinden kann.
 
 
Noch keine Weihnachtsgeschenk? Wie wäre es mit dem ersten Jahreskalender der IG Tunneltal?
 

Fotoausstellung „Ahrensburger Tunneltal“ ist eröffnet

Foto-Ausstellung von Michael Kukulenz

Der Naturfotograf Michael Kukulenz nutzt die Gelegenheit, das Ahrensburger Tunneltal in Wort und Bild aus seiner Sicht darzustellen, indem er in der Stadtbücherei seine besten Fotos des Ahrensburger Tunneltals ausstellt. Das Ahrensburger Tunneltal ist Teil eines FFH-Gebietes (Fauna-Flora-Habitat), was den höchsten europäischen Schutz eines Naturschutzgebietes bedeutet. Die Länder sind angehalten dafür zu sorgen, dass die Qualität solcher Gebiete sich nicht verschlechtert. Im Gegenteil sie werden aufgefordert, dafür zu sorgen, dass sich die Qualität verbessert. Kukulenz möchte den Menschen in Ahrensburg und entlang des Tunneltales verdeutlichen, welch ein Kleinod sie vor ihrer Haustür haben und sie anhalten sich mit dem Tunneltal zu beschäftigen, damit sie die Schönheit und den Erhalt dieses einzigartigen Naturschutzgebietes wahrnehmen.

Die Ausstellung ist bis zum 23. Dezember in der Stadtbücherei Ahrensburg zu sehen. Eintritt frei!

Dort kann auch der Tunneltal-Kalender vorbestellet werden. Ein Ansichtsexemplar liegt aus!

Dialogveranstaltung: Viele offene Fragen

IG Tunneltal und BI Ahrensburg gegen Gütertrasse ziehen eine gemischte Bilanz über die „Dialogveranstaltung S4 / Gütertrasse“.

Die Veranstaltung war von den Initiativen gefordert worden, da beide befürchteten, dass bisher Regionalpolitik und Bürger nur sehr unzureichend und einseitig über die Planungen zum Bau der S4 / Gütertrasse informiert wurden.

Gut 200 Interessierte folgten schließlich der Einladung zur „Dialogveranstaltung“ am 27. Oktober im Schulzentrum am Heimgarten und verfolgten die Veranstaltung in Präsenz. Gut 1.000 Aufrufe (Stand: 1.11.) verzeichnete der Onlinestream der weiterhin unter dem Link  https://youtu.be/mQx9oTPO2SI nachgeschaut werden kann.

„Die gute Beteiligung an der Veranstaltung zeigt, dass die Anwohner sehr wohl ein großes Interesse an den Ausbauplänen zur S4 und Gütertrasse und den möglichen Folgen für unsere Stadt und das Tunneltal haben. Außerdem scheint sich unser Verdacht zu bestätigen, dass viele Anwohner den 2-gleisigen Streckenausbau der S4 bis Ahrensburg kritisch sehen, da er für Ahrensburg und den Kreis Stormarn keine Vorteile bringen wird.“ so Michael Kukulenz von der Bürgerinitiative Ahrensburg gegen Gütertrasse.

Trotz der Freude über die gute Bürgerbeteiligung, bemängeln beide Initiativen weiterhin die fehlende Transparenz und Dialogbereitschaft der Deutschen Bahn. So hatte die Deutsche Bahn bereits im Sommer die Stadtverwaltung Ahrensburg gebeten, dass die Bürgerinitiativen doch bitte zur Vorbereitung auf die Dialogveranstaltung einen Fragenkatalog ausarbeiten mögen. Unter Beteiligung vieler Anwohner wurden daraufhin 88 Fragen formuliert, die bereits Anfang August eingereicht wurden.

„Doch leider wurde so gut wie keine dieser Fragen von der Deutschen Bahn auf der Dialogveranstaltung aufgegriffen und beantwortet. Anstatt uns die Antworten auf unsere drängenden Fragen zu liefern, investierte man viel Zeit in die Präsentation vermeintlich innovativer und transparenter Lärmschutzwände. Ich sehe darin nur wenig Innovation, zumal es Graffitikünstlern relativ egal sein wird, ob sie blickdichte oder transparente Wände besprayen. Für die Stadt wird das nur die Reinigungskosten in die Höhe treiben. An der zerschneidenden Wirkung im Naturschutzgebiet und der optischen Verschandelung in Ahrensburgs Innenstadt wird das nichts ändern.“ so Kukulenz weiter.

Svenja Furken von der IG Tunneltal kritisierte, dass kein politischer Vertreter aus Hamburg auf dem Podium stand. Denn dann hätte er auf die unbequeme Frage der IG Tunneltal: „Kann es sein, dass die 2 neuen Gleise nur deshalb bis Ahrensburg gebaut werden, weil man auf Hamburger Stadtgebiet schlichtweg keinen Platz für die notwendige Abstellanlage der S4 findet?“ gleich persönlich antworten können.

Hintergrund Ihrer Vermutung: Der 2-gleisige Trassenausbau für die S4 endet direkt hinter Ahrensburg. Von dort führt dann ein weiteres Gleis nach Delingsdorf zur Abstellanlage, die ca. 1,3 Kilometer lang und mehrere Gleise breit werden soll und auf der nachts etwa 21 S4-Züge parken sollen. Ab Ahrensburg-Gartenholz wir die neue S4 dann auf die Bestandsstrecke eingefädelt und teilt sich Richtung Bad Oldesloe weiterhin die Gleise mit dem Fern- und Güterverkehr. Jede Einfädelung auf der Strecke birgt große Probleme für einen reibungslosen Verkehr.

„Überhaupt wurde viel zu wenig über die Alternativen für die Trasse gesprochen. Gute Redner wie Dr. Arnold Harmsen und Prof. Struwe, die Alternativen aufzeigen konnten, hatten nur wenige Minuten, um die sehr komplexen Sachverhalte darzulegen. Das finden wir extrem bedauerlich und das spiegelt auch nicht die eigentliche Absicht der Initiatoren dieser Veranstaltung, nämlich die Diskussion um mögliche Alternativen, wider!“ sind sich beide Initiativen einig.

Dabei hatte Dr. Harmsen es so schön auf den Punkt gebracht, indem er klar machte, dass die S4 für Ahrensburg und Schleswig-Holstein keinen Vorteil bringen wird. Die Fahrzeiten in die Innenstadt verlängern sich auf 30 Minuten ab Ahrensburg und der Fahrkomfort in der S-Bahn würde sich gegenüber den Regionalzügen verschlechtern. Dafür werde niemand sein Auto in der Garage stehen lassen.

Er plädiert daher für das „Hummeltenberg-Lichte-Konzept“, das den Ausbau der S4 nur bis Hamburg-Rahlstedt vorsieht. Der Nahverkehr auf der Schleswig-Holsteinischen Seite müsse demnach weiterhin über schnelle Expresszüge, die von Ahrensburg aus in ca. 15 Minuten die Innenstadt erreichen, bedient werden. Über einen kurzen Zwischenhalt in Rahlstedt bestehe dort eine Umsteigemöglichkeit in die S4.

Auch zum Güterverkehr gab es Alternativvorschläge. So prophezeite Professor Struwe von der Northern Business School, dass die S4 mit ihrer Einfädelung in Ahrensburg-Gartenholz zum Nadelöhr des internationalen Schienengüterverkehrs werden wird. Er forderte, dass die Schienengüterverkehre, die mit der Fertigstellung der Fehmarnbeltquerung erwartet werden, zwingend ab Lübeck auf weitere schon bestehende Alternativtrassen umverteilt werden müssen, um die jetzt schon überlastete Strecke Hamburg-Lübeck nicht zu überfordern.

IG Tunneltal und die BI Ahrensburg gegen Gütertrasse erwägen nun eine Folgeveranstaltung, auf der diese nur kurz angeklungenen Alternativen noch einmal intensiver beleuchtet werden und dann auch zu einem Dialog mit den Planungsfachleuten führen muss. Vielleicht schafft es bis dahin auch die Deutsche Bahn die 88 Fragen besorgter Anwohner vom August zu beantworten.

27. Oktober: Dialog S4 / Gütertrasse

Wir möchten noch einmal dringend auf die „Dialogveranstaltung S4 / Gütertrasse“ der Stadt Ahrensburg hinweisen und um Ihre Unterstützung bitten!
Die Veranstaltung findet am 27. Oktober 2022 um 18 Uhr im Schulzentrum Am Heimgarten in Ahrensburg statt.

Die Veranstaltung ist auf Initiative der IG Tunneltal und der BI „Ahrensburg gegen Gütertrasse“ initiiert worden. Durch einen einstimmigen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung Ahrensburg wurde die Stadtverwaltung Ahrensburg beauftragt, die Veranstaltung zu organisieren.

Hintergrund der Initiative war, dass immer wieder deutlich wurde, dass sowohl Regionalpolitik als auch Bürger nur sehr unzureichend und einseitig über die Planungen zum Bau der S4 / Gütertrasse informiert wurden.
Da das Planfeststellungsverfahren noch nicht eröffnet ist, fanden wir es wichtig, dass noch einmal alle Fakten auf den Tisch kommen und gemeinsam diskutiert werden. Dazu sollen Experten der Deutschen Bahn, alternativer Trassenplanung, des Naturschutzes und der Archäologie zu Wort kommen.
Während des Wahlkampfes zur Landtagswahl hatten ursprünglich auch Oberbürgermeister Tschentscher und Ministerpräsident Günther ihre Teilnahmen mündlich zugesagt. Leider wurden die Zusagen nach der schriftlichen Einladung durch die Stadt Ahrensburg wieder zurückgenommen, so dass der Dialog nun leider ohne die beiden Politiker stattfinden muss.
Umso wichtiger ist nun eine rege Beteiligung und Berichterstattung durch die Medien, damit das Thema die Öffentlichkeit erreicht.

Was sind eigentlich die Hintergründe und die Kritikpunkte zum Trassenausbau?

Die Bahnstrecke Hamburg-Lübeck besteht im Moment aus 2 Gleisen, auf denen der Güter-, der Fern- und der Nahverkehr abgewickelt wird. Im Zuge der Fehmarnbeltquerung wird nach Angaben der Deutschen Bahn der Schienengüterverkehrs stark zunehmen, so dass mit einer Überlastung der Bahnstrecke Hamburg-Lübeck zu rechnen ist. Damit ein reibungsloser Nahverkehr auf der Strecke weiter möglich ist, soll zwischen Hamburg und Bad Oldesloe die neue „S4“ eingerichtet werden. Sie soll, so das Versprechen der DB, „öfter und direkter“ als die bisherigen Regionalbahnen fahren. Dazu werden von Hamburg-Hasselbrook bis Ahrensburg parallel zur alten Bestandsstrecke zwei neue S-Bahngleise verlegt. Die Strecke wird dort also 4-gleisig. Von Ahrensburg bis Ahrensburg-Gartenholz gibt es einen kurzen 3-gleisigen Streckenverlauf. Dieses 3. Gleis wird genutzt, um 21 Züge der S4 nachts auf einer neu gebauten großen Abstellanlage in Delingsdorf unterzubringen. Danach wird die „S4“ auf die bestehende 2-gleisige Bestandsstrecke eingefädelt und bis Bad Oldesloe fahren.

Leider werden für diese Baumaßnahmen Teile des Stellmoor-Ahrensburger Tunneltals zerstört: 2 neue Gleise auf ca. sieben Kilometern Länge, meterhohe Lärmschutzwände, beidseitige Baustraßen während der Bauphase und ein großes Brückenbauwerk mitten durch das Tal, das den Bahnübergang „Brauner Hirsch“ ersetzen soll.

Das Ahrensburger Tunneltal ist Bestandteil eines FFH-Naturschutzgebietes und genießt damit den höchsten Schutzstatus auf europäischer Ebene. Es gehört außerdem zu den bedeutendsten Forschungsregionen altsteinzeitlicher Archäologie in Nordeuropa! Hier wurden zwei Rentierjägerkulturen entdeckt, die dreimal so alt wie die Pyramiden von Gizeh oder Stonehenge sind. Das Tunneltal ist zudem einer der wenigen Orte weltweit, an dem sich organisches Material (Knochen, Holz, Geweih) aus der Altsteinzeit erhalten hat.
Das Ahrensburger Tunneltal ist damit neben Haithabu der wichtigste archäologische Fundort in Schleswig-Holstein und hat sich international -nicht zuletzt durch den Fund der weltweit ältesten Pfeile der Menschheitsgeschichte- ein Alleinstellungsmerkmal und sicheren Platz in der Geschichte der Menschheit gesichert. Das Ahrensburger Tunneltal ist eine potentielle UNESCO Welterbestätte und sollte daher unangetastet bleiben, um es auch für zukünftige Generationen zu sichern.

Was uns an den S4 Planungen besonders ärgert, ist die Tatsache, dass die Deutsche Bahn mit einer „S4“ von Hamburg bis Bad Oldesloe wirbt, obwohl der Streckenausbau in Wirklichkeit nur bis Ahrensburg erfolgt! Danach teilt sich die „S4“ die 2-gleisige Bestandsstrecke weiterhin mit der Gütertrasse und dem Fernverkehr!
Das wirft folgende Fragen auf:

  • Weshalb ist die gemeinsame Nutzung des Nah-,  Güter- und Fernverkehrs auf der alten 2-gleisigen Bestandsstrecke ab Ahrensburg plötzlich möglich?
  • Weshalb kann der 4-gleisige Ausbau der Strecke nicht bereits in Hamburg Rahlstedt enden, um das schützenswerte Stellmoor-Ahrensburger Tunneltal zu verschonen?
  • Wäre es gar denkbar, dass der Streckenausbau für die S4 bis Ahrensburg nur deshalb erfolgt, weil man auf Hamburger Gebiet keinen Platz für die notwendige Abstellanlage (1,3 km Länge, 4 Gleise breit) für die S4 findet?

Weiterhin ist unklar, was mit „häufiger und direkter“ eigentlich gemeint ist. „Direkter“ kann die Verbindung nicht werden, da es sich um die selbe Strecke handelt. Allenfalls in der Taktung ergibt sich z.B. für Ahrensburg eine geringfügige Veränderung von jetzt 15 Minuten zur Hauptverkehrszeit auf dann 10 Minuten zur Hauptverkehrszeit. Dass sich mit der neuen S4 die Fahrzeit in die Hamburger Innenstadt insgesamt deutlich verlängert, da mehr Haltestellen angefahren werden, wird allerdings verschwiegen. 

  • Steht die Teilzerstörung des Natur- und Denkmalschutzgebietes im Tunneltal und der Verbrauch an Energie und Ressourcen für den Trassenneubau in einem angemessenen Verhältnis zu den vermeintlichen Vorteilen der neuen S4?

Für die neue S4 müssen die Bahnsteige (andere Höhe!) auf den Bahnhöfen zwischen Hamburg und Bad Oldesloe aufwendig umgebaut und angepasst werden.

  • Ergibt sich durch diese Bahnsteiganpassungen nicht eine ungewollte Monopolstellung für S-Bahnzüge? 

Leider ist die S4 nicht das einzige Problem, das auf der Dialogveranstaltung diskutiert werden muss. Auch der Ausbau der transeuropäischen Güterverkehrstrasse an sich stellt eine Belastung für die Anwohner, Natur, Städte und Gemeinden entlang der Trasse dar.
Hier stellt sich die Frage:

  • Warum wird der Güterverkehr von und nach Skandinavien nicht, wie in der NBS Studie von Prof. Stuwe (siehe Anhang) gefordert, auf verschiedene Bestandsstrecken (z.B. Lübeck-Büchen-Lüneburg oder über Bad Kleinen) verteilt, um eine weitere Überlastung der jetzt schon stark frequentierten Bahnstrecke Hamburg-Lübeck zu verhindern?

Wir erhoffen uns auf der „Dialogveranstaltung“ ehrliche Antworten von der Deutschen Bahn auf diese Fragen.
Noch können im wahrsten Sinne die Weichen gelegt werden!

Teilnehmerliste Dialogveranstaltung Gütertrasse am 27. Oktober 2022

Moderatorin der Veranstaltung:
Katrin Fahrenkrug, Raum & Energie – Geschäftsführerin des Instituts für Planung, Kommunikation und Prozessmanagement GmbH

Bürgermeister Eckart Boege, Stadt Ahrensburg
Martin von Ivernois, Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus,
Referatsleiter Öffentlicher Personennahverkehr, Eisenbahnen
Amina Karam, Leiterin Technik Bahnprojekte S-Bahn S4 und DSL (I.NI-N-S) Infrastrukturprojekte Nord
Michael Kablitz, Michelle Bruhn, Martin Roger, Janine Korczak, Dr. Bernd Burandt, alle Deutsche Bahn
Svenja Furken, IG Tunneltal
Professor Dr. Michael Stuwe, Northern Business School (NBS)
Jörg Sievers, Bürgerinitiative S4 Hamburg/Stormarn
Malte Siegert, NABU Hamburg
BUND – angefragt
Dr. Mara-Julia Weber, Museum für Archäologie, Schloss Gottorf
Dr. Ulf Ickerodt, Archäologisches Landesamt SH
Andrea Becker, Stadt Ahrensburg, Stadtplanung und Bauaufsicht
Dr. Frank Dittmar, Ted GmbH
Dr. Arnold Harmsen, Verein Lärm- und Umweltschutz Wandsbek-Marienthal

„Gesellschaft für Urgeschichte Blaubeuren“ besucht das Tunneltal

Foto: Michael Kukulenz
Noch nie behrrschte eine Gruppe das Speerschleuderwerfen so gut, wie diese Eiszeitexperten aus Blaubeuren! Foto: Michael Kukulenz

Es ist immer ein Ereignis, wenn man eine archöologische Fachgesellschaft durch das Ahrensburger Tunneltal führen darf. So geschehen, am 27. September, als eine ganze Busladung an Archäologie-Enthusiasten aus Blaubeuren auf den Spuren der Rentierjäger durchs Tunneltal lief.

Verglichen mit der faszinierenden Eiszeitkunst aus den Höhlen der Schwäbischen Alb, die unfassbare 40.000 Jahre alt ist, lebten unsere Eiszeitjäger mit ihren 12-14.000 Jahren fast gestern. Und dennoch verbindet die Stadt Ahrensburg mit den UNESCO Welterbestätten in der Schwäbischen Alb das Etikett „Eiszeit“ – und das verbindet, wie wir auf der fröhlichen Exkursion festestellten, sehr!

Leider spielte am Ende das Wetter nicht mehr mit, so dass der Blick auf die Stellmoor-Grabung leider in einem Starkregenguss schnell beeendet werden musste.

Wir hoffen, dass in nicht allzu langer Zeit ein Gegenbesuch aus Ahrensburg stattfinden wird.

Liebe Grüße nach Blaubeuren und alles Gute!