Kammmolchprojekt – Wie geht es den Kammmolchen im Tunneltal?

Laufendes Forschungs- und Naturschutzprojekt

Im Ahrensburger Tunneltal befindet sich eines der größten Kammmolchvorkommen Norddeutschlands. Doch wie ist es heute um die streng geschützten Amphibien bestellt? Um diese Frage zu beantworten, hat unser Verein gemeinsam mit Fachleuten und mit Unterstützung der Naturschutzbehörden eine Untersuchung an fünf Kleingewässern im Tunneltal begonnen.

In enger Abstimmung mit den Kammmolchforschern Dr. Bianca Unglaub, Dr. Julian Glos und Prof. Dr. Sebastian Steinfartz von der Universität Leipzig untersuchen wir die Bestände mithilfe von Fangreusen. Jedes gefangene Tier wird vorsichtig fotografiert. Da die Bauchseite jedes Kammmolchs ein individuelles Muster aufweist, können die Tiere mithilfe einer speziellen Software wiedererkannt und erneute Fänge eindeutig zugeordnet werden. So lassen sich Erkenntnisse über die Bestände und ihre Entwicklung gewinnen.

Die ersten Ergebnisse stimmen uns zuversichtlich: Es gibt weiterhin Kammmolche im Tunneltal – und sogar mehr, als wir erwartet hatten! Die zeitintensive Untersuchung trägt dazu bei, die Kenntnisse über diese bedeutende Population zu verbessern und eine wichtige Grundlage für ihren langfristigen Schutz zu schaffen.

Foto: Michael Kukulenz
Foto: Svenja Furken