
Die Fotoausstellung „Tiere, Pflanzen und Landschaften im Tunneltal“ in der VHS Ahrensburg wird bis zum Ende des Jahres verlängert!
Ab dieser Woche beginnt der Verkauf unseres neuen Tunneltal-Jahreskalenders!
Das Titelfoto zeigt in diesem Jahr ein seltenes Naturschauspiel, das am 20. Januar 2026 auch im Tunneltal zu beobachten war: Polarlichter über Deutschland!
Auch die Monatsbilder zeigen wieder viele verschiedene Einblicke in die Tier- und Pflanzenwelt und Landschaften des Tunneltals.
Hier geht es zur: Kalenderansicht als Datei
Die Kalender sind in folgenden Ahrensburger Geschäften erhältlich:
Ab September startet außerdem der Straßenverkauf oder die Kalender können direkt bei uns unter kontakt@tunneltal.de bestellt werden.

Bei durchmischtem Wetter aber bester Laune waren wir wieder mit einem Infostand auf dem Ahrensburger Stadtfest vertreten.
Großen Andrang gab es abermals an unserem Basteltisch. Dort wurden Schwirrgeräte gebastelt, mit Steinzeitklingen geschnitzt und mit Fingerfarben Steinzeitmotive gemalt. Viele Familie und ihre Kinder haben den ruhigen Platz an unserem Stand sichtlich genossen.
Am 15. Mai begleitete abermals ein Filmteam des NDR eine unserer archäologischen Führungen durch das Tunneltal.
Der Beitrag wurde am 6. Juni in der Sendung „Nordtour“ gezeigt:
Wir bedanken uns bei der Redakteurin Corinna Below und dem gesamten Filmteam für den schönen Beitrag!
Uwe Schneider (*1939), langjähriger Geschäftsführer des Vereins Jordsand und Gründungsmitglied sowie Vorstandsmitglied unseres Vereins verstarb im Alter von 87 Jahren.
„Das Kind muss in Blankenese zur Welt kommen“, forderte Uwe Schneiders Vater, ein gebürtiger Blankeneser. Seine Frau, aus dem thüringischen Südharz stammend, folgte diesem Wunsch. Denn wer dort geboren wird, so glaubte man, dem wird die Seefahrt gleichsam in die Wiege gelegt.
Und so kam es auch: Den jungen Uwe Schneider zog es hinaus aufs Meer. Seine Laufbahn begann auf dem legendären Frachtsegelschulschiff „Passat“, mit dem er ein Jahr über die Weltmeere reiste.
Der zeitgleiche Untergang des Schwesterschiffes „Pamir“ erschütterte ihn bis ins hohe Alter – nicht zuletzt, weil seine Eltern aufgrund einer Namensverwechslung bereits Kondolenzschreiben für ihren vermeintlich verstorbenen Sohn erhielten.
Trotz dieses einschneidenden Erlebnisses blieb Schneider der Seefahrt treu und erwarb bereits im Alter von 24 Jahren das Kapitänspatent für die „Große Fahrt“. Neben der Faszination für ferne Länder und Kulturen waren es vor allem die Seevögel, die ihn begeisterten.
Diese Leidenschaft führte ihn schließlich zum 1907 in Hamburg gegründeten Verein Jordsand. Ab 1965 engagierte er sich dort ehrenamtlich und wurde 1976 zum Vorsitzenden gewählt. Bald stand er vor einer richtungsweisenden Entscheidung: Seefahrt oder Naturschutz. Schneider entschied sich für den Seevogelschutz und wurde 1979 erster hauptamtlicher Geschäftsführer des Vereins.
Unter seiner Leitung entwickelte sich der einst kaum bekannte Verein mit bescheidener Geschäftsstelle zu einer der bedeutendsten Organisationen für den Seevogelschutz. Mehr als 20 Schutzgebiete in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern zeugen von diesem Wachstum unter seiner Führung.
Vorbild waren für ihn die großen britischen Naturschutzorganisationen mit ihren repräsentativen Sitzen. 1981 gelang es ihm, dass „Haus der Natur“ in Ahrensburg-Wulfsdorf als Geschäftsstelle des Vereins anzumieten und damit auch nach außen ein sichtbares Zeichen zu setzen. 2005 gelang ihm sogar der Kauf des „Haus der Natur“, das seitdem im Besitz des Vereins ist.
Durch sein Gespür für Öffentlichkeitsarbeit und sein weitreichendes Netzwerk gewann Schneider zahlreiche Unterstützer aus Politik und Wirtschaft. Zu den prominenten Gästen im „Haus der Natur“ zählte unter anderem die Kanzlergattin Loki Schmidt, die dem Verein eng verbunden war.
Ein besonderes Anliegen war ihm die internationale Jugendarbeit. Noch vor dem Fall des Eisernen Vorhangs setzte er sich dafür ein, junge Naturschützer aus Ost- und Westeuropa zusammenzubringen. Die Hallig Norderoog im nordfriesischen Wattenmeer – seit 1909 im Besitz des Vereins – wurde dabei zum Zentrum dieser Begegnungen. Gemeinsam mit Jugendlichen aus beiden Teilen Deutschlands, Spanien, Ungarn, Polen oder dem Baltikum trug er dazu bei, die kleine Vogelinsel durch gezielte Uferschutzmaßnahmen zu erhalten – und zugleich Verständnis und Austausch über Grenzen hinweg zu fördern.
Für sein Engagement wurde Schneider im Jahr 1982 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. 1996 folgte die Alfred-Töpfer Medaille der Freien- und Hansestadt Hamburg.
Mit seinem Ausscheiden aus dem Verein Jordsand im Jahr 2012 zog sich Uwe Schneider aus der aktiven Vereinsarbeit zurück. In Ahrensburg fand er gemeinsam mit seiner Familie einen ruhigeren Lebensmittelpunkt und widmete seine letzten Lebensjahre verstärkt dem Naturschutz vor der eigenen Haustür. Als Gründungs- und Vorstandsmitglied setzte er sich im Verein „Stellmoor-Ahrensburger Tunneltal“ bis zuletzt engagiert ein. Zugleich pflegte er weiterhin die vielen Freundschaften, die ihn seit seiner Zeit beim Verein Jordsand begleiteten – von der norddeutschen Westküste bis ins estnische Viljandi.
Uwe Schneider hinterlässt seine Frau, zwei Söhne und eine Tochter. Sein Wirken für den Naturschutz und die Menschen, die er zusammenbrachte, wird bleiben.
Ein Nachruf von Svenja Furken

Seit gut zwei Wochen ist die nächtliche Straßensperrung in der Hagener Allee auf Höhe des SSC Hagen Sportplatzes in Betrieb.
Die Anwohnerinnen und Anwohner sowie die Besucher des Sportplatzes reagierten überwiegend verständnisvoll auf die Maßnahme – dafür möchten wir uns ausdrücklich bedanken.
Seitdem wurde auf dem betroffenen Straßenabschnitt „nur noch“ ein überfahrenes Krötenweibchen gezählt. Das ist für uns ein starkes Signal: Die Sperrung wirkt und trägt ganz konkret dazu bei, Leben zu schützen.

Unsichtbare Nester auf dem Boden
Wer an Vogelnester denkt, hat meist kunstvoll gebaute Nester in Bäumen, Sträuchern oder Hecken vor Augen. Doch einige Vogelarten gehen einen anderen Weg: Sie brüten am Boden, gut getarnt in flachen Mulden und nahezu unsichtbar für potentielle Feinde.
Auch die Feuchtwiesen im Stellmoor-Ahrensburger Tunneltal waren einst ein bedeutender Lebensraum für solche Bodenbrüter. Arten wie Kiebitz, Bekassine, Feldlerche und Wachtelkönig prägten über Generationen das Landschaftsbild.
Vor allem Kiebitz und Feldlerche galten als verlässliche Frühlingsboten. Der akrobatische „Gaukelflug“ der Kiebitze und der virtuose und scheinbar endlose Gesang der hoch am Himmel stehenden Feldlerchen machten den Frühling im Tunneltal zu einem besonderen Naturerlebnis.
Doch seit den 1980er Jahren sind die Bestände der Wiesenvögel dramatisch zurückgegangen. Auch im Tunneltal sind sie heute kaum noch anzutreffen. Ursachen sind unter anderem die intensive Landwirtschaft sowie der Rückgang der Insekten als Nahrungsgrundlage.
Der Mensch als Störfaktor
Hinzu kommt ein weiterer, oft unterschätzter Faktor: Störungen durch den Menschen. Spaziergängerinnen und Spaziergänger sowie freilaufende Hunde betreten immer wieder die sensiblen Wiesen im Tunneltal. Die Bodenbrüter reagieren sehr empfindlich auf jede Störung und geben schließlich das Brutgebiet auf. Traditionelle Brutplätzte, die oft über Jahrhunderte genutzt wurden, werden aufgegeben.
Appell an alle Besucherinnen und Besucher
Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass die gefiederten Frühlingsboten eines Tages ins Tunneltal zurückkehren.

Wenn im Frühjahr die Temperaturen steigen, beginnt im Stellmoor-Ahrensburger Tunneltal ein uraltes Naturschauspiel: Kröten, Frösche und Molche machen sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Doch für viele endet die Wanderung tödlich – auf den Straßen.
Seit den 1980er Jahren werden daher an einigen Straßen Amphibienzäune aufgebaut, mit deren Hilfe die Tiere gefangen und in Eimern sicher über die Straßen getragen werden.
Doch nicht immer reichen mobile Schutzzäune aus. So wurden in der Straße Hagener Allee im Abschnitt zwischen Spechtweg und Brauner Hirsch in diesem Jahr zahlreiche tote und verletzte Tiere auf der Straße entdeckt.
Grund dafür sind die vielen Einfahrten, die den Zaun unterbrechen aber auch die Nähe zum Knick, der das Abdichten des Zaunes am Untergrund erschwert. Zusätzlich wird bei Regen die Zaunanlage unter Wasser gesetzt, weil das Wasser am Straßenrand nicht abläuft.
Die Untere Naturschutzbehörde reagierte darauf prompt: Die Straße wird nun nachts von 18:00 bis 7:00 Uhr gesperrt, um die Tiere während ihrer Wanderung besser zu schützen.
Um bei den Anwohnern für Verständnis für die Maßnahmebei zu werben, haben wir gestern zusammen mit der Pressestelle der Stadt Ahrensburg eine Pressemitteilung veröffentlicht: 2026-03-18 Temporäre Strassensperrung