Die Studie S4neo analysiert die von der Deutschen Bahn geplante S-Bahn-Linie S4 zwischen Hamburg und Bad Oldesloe und zeigt grundlegende konzeptionelle Schwächen der bestehenden Planung auf. Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass die Strecke Hamburg–Lübeck aus zwei strukturell sehr unterschiedlichen Abschnitten besteht: einem dicht besiedelten urbanen Bereich bis Hamburg-Rahlstedt und einem überwiegend ländlich geprägten Abschnitt Richtung Bad Oldesloe und Lübeck. Die Studie argumentiert, dass ein einheitlicher S-Bahn-Betrieb diesen unterschiedlichen Anforderungen nicht gerecht wird.
Im Mittelpunkt steht das alternative Konzept S4neo, das Rahlstedt als zentralen Umsteigeknoten zwischen S-Bahn und Regional-Express stärkt. Dadurch sollen Fahrzeiten verkürzt, der Komfort für Fahrgäste verbessert und die Leistungsfähigkeit des Gesamtsystems erhöht werden. Gleichzeitig vermeidet das S4neo-Konzept umfangreiche bauliche Eingriffe, reduziert betriebliche Störanfälligkeiten und bewahrt bestehende Infrastruktur.
Besondere Aufmerksamkeit gilt den erheblichen Auswirkungen der DB-Planung auf das Stellmoor-Ahrensburger Tunneltal, ein europaweit geschütztes Natur- und Kulturdenkmal mit hoher geologischer und archäologischer Bedeutung. Die Studie zeigt auf, dass das S4neo-Konzept diese Eingriffe weitgehend vermeidet und zugleich eine leistungsfähige, zukunftsfähige Lösung für den Schienenverkehr zwischen Hamburg und Lübeck bietet.
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