
Jedes Jahr im März wechseln die graugrünen Moorfrösche für wenige Tage ihre Farbe und verwandeln sich in quietschblaue kleine Naturwunder. Bis heute ist nicht genau geklärt, wie die Frösche ihre Farbe so schnell wechseln können. Nur eines ist klar: es geht den kleinen Blaumännern um die Brautwerbung.
„Auch im Naturschutz- und Fauna-Flora Habitat (FFH)- Gebiet Ahrensburger Tunneltal und dem Höltigbaum ist der Moorfrosch gelistet.“ sagt Svenja Furken, Geschäftsführerin der IG Stellmoor-Ahrensburger Tunneltal e.V.. Sie zeigt auf das Märzbild aus dem Ahrensburger Tunneltal Kalender 2025, das allerdings an einem kleinen Teich im NSG Höltigbaum entstanden ist.
„Viele Ahrensburger, die unseren Jahreskalender gekauft haben, sind von dem Bild mit den blauen Fröschen am meisten begeistert. Kein Wunder, denn kaum jemand hat dieses Naturspektakel jemals mit eigenen Augen gesehen. Nicht umsonst hat der NABU den Moorfrosch zum „Lurch des Jahres 2025“ gekürt und bezeichnet sie als Amphibienproblemart Nummer eins.“ so Furken weiter. Der Moorfrosch siedelt bevorzugt in Lebensräumen mit einem hohen Grundwasserstand, die periodisch im Frühjahr überschwemmt werden.
Solche Lebensräume nehmen auf Grund der Klimaveränderung, durch Baumaßnahmen und einer intensiven Grünlandbewirtschaftung mit regelmäßiger Düngung, Pestizideinsatz und häufiger Mahd immer mehr ab bzw. werden zerstört. „Wir hoffen, dass der Moorfrosch im Tunneltal überleben und eines Tages sogar wieder häufiger vorkommen wird, so dass unser Kalenderbild nicht eines Tages zu einem traurigen Archivbild ausgestorbener Tierarten wird.“




Es wird immer seltener, dass es in Ahrensburg im Winter auch weiß wird. Das macht es schwierig, ein typisches Winterbild für den Kalender zu bekommen. Wenn es einmal schneit, so bin ich oft sofort raus aus der Wohnung und hinaus in Tunneltal. Ich liebe es bei Schneefall vor den anderen Menschen durch den Wald zu schleichen. In diesem Fall hatte ich lediglich mein Weitwinkelzoom unter der Jacke. Als ein Rudel Rehe parallel zum Wanderweg durch den Wald zog, musste ich lange überlegen, ob ich ein Foto machen sollte. Das Stehenbleiben und mit der Kamera Herumhantieren führte sofort zu einer wachsamen Haltung der Tiere. Den aufmerksamen Blick des letzten Rehes konnte ich gerade noch einfangen. Ich mag dieses Foto sehr.
Die Bank am Kuhlenmoorweg ist ein guter Ort zum Verweilen, leisen Klönen und dabei auf eine Tierbeobachtung zu hoffen. Leider haben die Tunneltalwildtiere recht eigene Erscheinungszeiten. Sie gehen dem Betrieb von Joggern, wilden Rennradfahrern und nicht angeleinten Hunden aus dem Weg. Wenn man dann einmal zu einer ruhigen Tageszeit ruhig auf der Bank sitzt, kann man mit etwas Glück auch Wildschweine sehen. Da diese Tiere bejagt werden und gerade hier auch von einem Hochstand aus, muss man schon sehr viel Glück haben, wenn man sie zu einer Zeit sieht, die auch ein Foto zulässt.
Pünktlich zum 80. Geburtstag des Hauptprotagonisten Harm Paulsen, ist unser Filmprojekt „Pfeil sucht Bogen – Das Ahrensburger Steinzeitexperiment“ fertig geworden!