An den vier Oktobersamstagen 4., 11., 18. und 25.10.2025 führt der Verein IG Stellmoor-Ahrensburger Tunneltlal e.V.von 10:00 – 11:00 Uhr halbstündlich in Sinn und Ziel des Schaugartens ein und beantwortet Fragen zum Ahrensburger Tunneltal.
Im Mai 2023 hat der Verein IG Stellmoor-Ahrensburger Tunneltal e.V vor der Stadtbücherei einen kleinen Schaugarten angelegt, in dem Pflanzen gezeigt werden, die vor ca. 12.000 Jahren im Ahrensburger Tunneltal nachweislich wuchsen. Dieser Schaugarten wird bereits seit zwei Jahren gehegt und gepflegt. Es mussten immer wieder Veränderungen und Neuanpflanzungen durchgeführt werden. Vor wenigen Tagen ist eine neue Pflanze hinzugekommen – das Gelbe Sonnenröschen, das mit etwas Glück noch im Oktober blühen wird. Der kleine Garten wird von vielen Menschen als eine Bereicherung empfunden und wird auch von der Stadt Ahrensburg untersützt. Das Pflegen geschieht rein ehrenamtlich durch den Verein.
Treffpunkt: P&R Parkplatz Ahrensburg West (an der Fußgängerbrücke!)
Grafik: Rien Poortvliet Museum, NL
Dort, wo heute im Minutentakt Züge vorbeibrausen und tausende Pendler ungeduldig an den Schranken warten, befindet sich einer der bedeutendsten Fundorte altsteinzeitlicher Archäologie in Nordeuropa.
Die Rede ist vom Ahrensburger Tunneltal, unweit des heutigen Bahnübergangs „Brauner Hirsch“.
Dort lebten vor 12-14.000 Jahren eiszeitliche Rentierjäger, deren Kulturspuren in den 1930er Jahren durch Alfred Rust entdeckt wurden und Ahrensburg zum Namensgeber der „Ahrensburger Kultur“ machte.
Kein moderner Mensch (Homo sapiens) wagte sich jemals zuvor so weit in den Norden wie diese „ersten Ahrensburger“.
Sie lebten in einer lebensfeindlichen Umwelt mit rauem Klima, karger Vegetation und wilden Tieren. Ihre Kulturen sind gut dreimal so alt wie die Pyramiden von Gizeh oder Stonehenge. Spektakuläre Funde wie die ältesten Pfeile der Menschheitsgeschichte und der „Stab von Poggenwisch“ zeugen von Ihrer einstigen Existenz im Tunneltal.
Auf der etwa dreistündigen Wanderung geht es immer wieder auf Zeitreise in die Vergangenheit: Von den Gletschern, die einst das Tunneltal schufen, zu den späteiszeitlichen Rentierjägern bis hin zu ihrer Entdeckung in den 1930er Jahren.
Steinzeitliche Werkzeuge und Jagdwaffen zum Anfassen und Ausprobieren veranschaulichen die einzigartige Lebensweise dieser ersten Ahrensburger.
Bitte unbedingt anmelden, da Teilnehmerzahl begrenzt!
Der Verein Stellmoor-Ahrensburger Tunneltal e. V. lädt zu zwei besonderen Führungen in die archäologische Dauerausstellung des Museums für Archäologie Schloss Gottorf in Schleswig ein. Anlass ist die bevorstehende mehrjährige Schließung des Museums.
„Viele Ahrensburger wissen gar nicht, dass ein Großteil der bedeutenden Funde, die Alfred Rust in den 1930er Jahren im Tunneltal gemacht hat, in Schleswig lagert – und dass dort weite Teile der Steinzeitausstellung den Rentierjägerkulturen der Hamburger und Ahrensburger Kultur gewidmet sind“, erklärt Svenja Furken, Geschäftsführerin des Vereins.
Ab dem 1. September 2025 wird das Museum wegen umfassender Umbau- und Sanierungsarbeiten voraussichtlich bis mindestens 2028 geschlossen.
Daher organisiert der Verein kurzfristig zwei exklusive Führungen durch die Ausstellung – und zwar am 15. August und 26. August 2025.
Die Führungen übernimmt Dr. Mara-Julia Weber, Kuratorin für Steinzeitarchäologie am Museum Schloss Gottorf. Sie hatte bereits im Juni bei der Einführung zum Film „Pfeil sucht Bogen“ in Ahrensburg viele mit ihrem Fachwissen über die Rentierjägerkulturen begeistert.
Interessierte werden gebeten, sich frühzeitig per E-Mail unter kontakt@tunneltal.de anzumelden. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen pro Führung begrenzt. Uhrzeit und Anreise werden noch geklärt.
Siegel des Grafen Johann III. von Holstein-Plön (regierte 1312/14 – 1359). Dieser gab 1326/27 die Burg Arnesvelde zugunsten der von ihm neu errichteten Burg Trittau auf. Grafik: Günther Bock
Die Burgruine Arnesvelde im Forst Hagen bei Ahrensburg liegt gewissermaßen in einem Dornröschenschlaf.
Obwohl es sich um eine der größten Burganlagen in Schleswig-Holstein handelt, ist sie bisher kaum erforscht worden – weder hinsichtlich der überlieferten Quellen, noch gar durch archäologische Untersuchungen.
Die Größe der Anlage spricht dafür, dass es sich um die Burg einer bedeutenden Herrschaft handelt. Auf einem Erkundungsgang sollen die noch erkennbaren Wehranlagen gezeigt und es soll ein Überblick über das gegeben werden, was zur Burg und ihren Besitzern bisher bekannt ist und was künftig noch geleistet werden könnte.
Termin: Donnerstag, 26. Juni 2025 um 17 Uhr
Start- und Endpunkt: Fußgängerbrücke am P+R Parkplatz „Ahrensburg West“
(neben Mc Donalds)
Dauer der Führung: ca. 1,5-2 Stunden
Kosten: gegen Spende
Auch in diesem Jahr war unser Verein wieder mit einem Infostand auf dem Ahrensburger Stadtfest vertreten. Diesmal bekamen wir Unterstützung vom ArchäoMobil des Archäologischen Museum Hamburg, das schräg gegenüber von uns aufgestellt wurde und dass das gesamte Wochenende über gut besucht wurde.
Auch wir hatten guten Zuspruch und wurden besonders oft auf auf die Filmpremiere vor einer Woche angesprochen. Großen Anklang fand wieder unser Basteltisch an dem Interessierte aller Altersgruppen- vor allem aber Familien mit Kindern- mit Steinzeit-Klingen schnitzten und Schwirrhölzer herstellten.
Wir freuen uns schon jetzt auf das Stadtfest im nächsten Jahr !
Die Premiere des Dokumentarfilms „Pfeil sucht Bogen – das Ahrensburger Steinzeitexperiment“ war ein voller Erfolg.
Über 400 Besucherinnen und Besucher füllten am Freitagabend den Alfred-Rust-Saal der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule – darunter auch der stellvertretende Bürgermeister Klaus Korte, der gemeinsam mit dem stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Dr. Alf Grube der IG Stellmoor-Ahrensburger Tunneltal e. V. ein Grußwort sprach.
Im Mittelpunkt des Films steht der Experimentalarchäologe Harm Paulsen aus Schleswig, der fünf Jahre lang dabei begleitet wurde, wie er mit originalgetreuen Materialien einen Bogen rekonstruiert – passend zu den weltweit ältesten Pfeilschäften, die vor rund 12.000 Jahren im Ahrensburger Tunneltal verwendet wurden.
Foto: Thorben Heinz
Musikalisch umrahmt wurde der Abend von Jürgen Hochfeld, der auf einer selbstgebauten Steinzeitflöte spielte.
Wissenschaftliche Einführung aus Schleswig
Die Einführung zum Film übernahmen die Archäologin Dr. Mara Weber vom Museum für Archäologie Schloss Gottorf mit einem Kurzvortrag zur Ahrensburger Kultur sowie der Produzent Dr. Sönke Hartz und Hauptdarsteller Harm Paulsen selbst.
„Wir hoffen, dass es uns gelungen ist, viele Menschen für diesen besonderen Fundort vor unserer Haustür zu begeistern.“
Svenja Furken, Geschäftsführerin des Vereins IG Stellmoor-Ahrensburger Tunneltal e. V.
Steinzeit zum Anfassen – Vormittagsprogramm für Schulklassen
Bereits am Vormittag gab es für rund 150 Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule ein Programm. Sie sahen den Film im Rahmen der schulischen Steinzeit-Projekttage und erlebten im Anschluss eine besondere Vorführung: Harm Paulsen präsentierte seine originalgetreu rekonstruierten Werkzeuge und demonstrierte live, wie in der Steinzeit Feuerstein bearbeitet und ohne moderne Hilfsmittel Feuer entfacht wurde – zur Begeisterung der Kinder.
Paulsen gilt als einer der führenden Experten für urgeschichtliche Jagdwaffen in Europa – und als der Mann, der auf über 40 Arten Feuer machen kann.
Die Mitglieder der IG Stellmoor-Ahrensburger Tunneltal e. V. begleiteten die Gruppen und führten Gespräche mit Lehrkräften – mit dem Ziel, künftig jährlich im Rahmen der Projekttage zusammenzuarbeiten
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