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Radiosender RSH wird auf das Tunneltal aufmerksam

Beitrag auch auf der Website von RSH

Völlig überraschend rief gestern eine Redakteurin des Radiosenders RSH an. Sie erzählte, dass das Redaktionteam über den Beitrag „Auf den Pfaden der eiszeitlichen Rentierjäger“ im Stormarner Tageblatt gestolpert sei. Das Team sei völlig überrascht gewesen, dass „das Ahrensburger Tunneltal zu den bedeutendsten Forschungsregionen der altsteinzeitlichen Archäologie des nördlichen Europas“ gehören soll.

Dieses wunderbare Zitat von Ingo Clausen und Annette Guldin aus den „Archäologischen Nachrichten Schleswig-Holstein 2016“ kann man gar nicht oft genug zitieren – und diesmal hat es bei den Redakteuren  offensichtlich  Eindruck gemacht! 

Die Redakteurin war jedenfalls hellauf begeistert und stellte eine Frage nach der anderen: Wann wurde der Fundplatz entdeckt? Wie, die haben nicht in Höhlen gelebt? Waren das keine Neandertaler? Die ältesten Pfeile der Menschheitsgeschichte? Hatten die Steinzeitmenschen schon richtige Kleidung? und so weiter. Unser langes und lebhaftes Gespräch wurde aufgezeichnet und einige Fragmente daraus wurden heute Mittag und heute Abend gesendet.

Es ist immer wieder schön zu sehen, welche Faszination die Rentierjäger aus dem Tunneltal ausüben…

Vielen Dank an Frau Poggensee vom Stormarner Tageblatt und Frau Flug von RSH!

 

1935 im Ahrensburger Schloss…

Manchmal beneide ich Dr. Sönke Hartz. Seine Arbeit im Archiv von Schloss Gottorf bringt immer wieder Erstaunliches zutage.

Eines seiner Highlights war sicher die Wiederentdeckung des original Pfeilfragments in einer Zigarrenschachtel im Nachlass von Alfred Rust. Aber manchmal sind es eben auch die kleinen Dinge, die Freude machen.

So stieß er letzte Woche abermals auf eine kleine Überraschung in einem Nachlass. Diesmal fand er ein vergilbtes, vierseitiges  DIN A4 Blättchen, in dem eine Vorankündigung für eine Ausstellung im Ahrensburger Schloss im Jahre 1935 abgedruckt war.

Mit den Worten „Schau mal, es gab tatsächlich schon einmal 1935 eine Ausstellung zu den Rentierjägern in Ahrensburg!“ schickte er uns eine Kopie der Ankündigung.

Für alle, die Frakturschrift lesen können, hier der ganze Text als pdf:

Ausstellung 1935 als pdf.

Wir finden jedenfalls, dass es nun nach 85 Jahren allemal an der Zeit ist, wieder eine Ausstellung über die Funde im Tunneltal in Ahrensburg zu machen.

 

Sichtung der Drehorte und Steinzeit-Crashkurs bei den Wikingern

Bei schönstem Wetter machen wir uns auf den Weg nach Schleswig, um mit dem Kameramann die Drehorte in Schleswig zu erkunden.
Erster Treffpunkt: Schloss Gottorf.

Was für ein prachtvolles Gebäude und gefühlt zehnmal größer als das Ahrensburger Schloss. Harm Paulsen und Archivleiter Dr. Sönke Hartz warten schon auf uns und lotsen uns über einen Seiteneingang in die Steinzeitausstellung. Der Besuch dieser Ausstellung sollte für alle Ahrensburger Pflichtprogramm sein, da der Großteil der Ausstellung den Funden im Ahrensburger Tunneltal gewidmet ist. Hier kann man eine Vielzahl der Originalfunde und den berühmten „Stab von Poggenwisch“im Original bestaunen.

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