Wenn man einen Film über die Rekonstruktion eines „Ahrensburger Bogens“ dreht, darf das Ahrensburger Tunneltal natürlich nicht fehlen. Denn dort wurden ja schließlich die gut 100 Holzpfeile (die bislang ältesten Pfeile der Menschheitsgeschichte!) entdeckt.
Da das Ahrensburger Tunneltal weitesgehend unter Naturschutz steht, mussten wir uns vorab eine Dreherlaubnis bei der Unteren Naturschutzbehörde Kreis Stormarn einholen. Besten Dank an dieser Stelle an die UNB für die Genehmigung!
Als Protagonistin für den Dreh im Tunneltal konnten wir Frau Dr. Mara Weber vom ZBSA (Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie) in Schleswig gewinnen. Als Spezialistin für spätpaläolithsche Kulturen, war sie schon vormittags mit der Neanderthaler Gesellschaft (siehe Blogbeitrag unter „Alle Beiträge“) im Tunneltal unterwegs, so dass ihr Drehtermin gleich im Anschluss an die Führung gelegt wurde.
Leider zeigte sich das Wetter von seiner herbstlich trüben Seite. Dennoch sind einige schöene Einstellungen im Kasten und Frau Dr. Weber konnte einmal mehr die weltweite Bedeutung des Ahrensburger Tunneltals aus wissenschaftlicher Sicht zum Besten geben.
Vielen lieben Dank an Frau Dr. Mara Weber – und das ZBSA!

Vor vielen Jahrtausenden, bevor die letzte Eiszeit ihre gewaltigen Gletscher über Nordeuropa ausbreitete, zogen sicher auch einmal Neandertaler durch die Region in Ahrensburg. Das Ahrensburger Tunneltal gab es da allerdings noch nicht, denn das wurde erst durch die Schmelzwasser der letzten Eiszeit geschaffen.
Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Wikinger haben nichts mit den Rentierjägern zu tun, denn da liegen mehr als 10.000 Jahre Menschheitsgeschichte zwischen den beiden Kulturen! Aber der Wikingerplatz bei Haithabu ist nicht nur ein schöner Drehort, sondern auch Harm Paulsens Experimentier-Spielwiese.

