
Wir wünschen allen Tunneltal Freunden ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes, glückliches und friedvolles Neues Jahr!

Wir wünschen allen Tunneltal Freunden ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes, glückliches und friedvolles Neues Jahr!
Die Tunneltal-Ausstellung in der Stadtbücherei wird bis zum 2. Januar 2023 verlängert!
Außerdem gibt es am 30. Dezember von 16 bis 18 Uhr einen Sonderverkauf: Alle Bilder sind dann zu jeweil 120,- € anstatt 200,- € zu kaufen!
Wir begrüßen es sehr, dass die Stadt Ahrensburg seit letzter Woche umfangreich auf ihrer Homepage über das Thema S4 / Gütertrasse informiert:: Hier klicken
Unter der Überschrift „Stellungnahmen zu Anfragen“ finden Sie dort außerdem den umfangreichen Fragenkatalog, den die BI „Ahrensburg gegen Gütertrasse“ und die IG Tunneltal unter Mitwirkung vieler Bürgerinnen und Bürger Anfang August bei der Stadt Ahrensburg eingereicht hatte und der von der Stadtverwaltung an die DB Netz weitergereicht wurde. Der Fragenkatalog diente als Vorbereitung zur Dialogveranstaltung am 27. Oktober, wurde dort aber von der DB nur bruchstückhaft beantwortet. Letzte Woche wurden die Antworten der DB nun endlich veröffentlicht.

Wer sich die Aufzeichnung der Veranstaltung in voller Länge ansehen möchte, kann das weiterhin über diesen Link: https://www.ahrensburg.de/Startseite/index.php?La=1&object=tx,2603.18787.1&kuo=2&sub=0
Die Redebeiträge mit kritischen Stimmen zum Ausbau der S4 / Gütertrasse finden Sie in nachfolgenden Abschnitten:

Für alle, die neugierig auf die Bilder des neuen Tunneltal-Kalender des Naturfotografen Michael Kukulenz sind, gibt es eine kleine Vorschau : Bitte hier klicken
Der Kalender kostet 20,- € zzgl. Versandkosten und kann unter kontakt@tunneltal.de bestellt werden. Nach Vereinbarung, kann der Kalender auch in der Stadtbücherei Ahrensburg abgeholt werden.
Der Märchenwettbewerb ist beendet. Wir freuen uns über alle Einsendungen, die aus völlig unterschiedlichen Altersgruppen kommen. Die jüngste Einsenderin ist 10 Jahre alt. Ganz besonders toll ist die Tatsache, dass auch Jugendliche so mutig waren und ein Märchen geschrieben haben, obwohl Deutsch nicht ihre Muttersprache ist.
Foto-Ausstellung von Michael Kukulenz
Der Naturfotograf Michael Kukulenz nutzt die Gelegenheit, das Ahrensburger Tunneltal in Wort und Bild aus seiner Sicht darzustellen, indem er in der Stadtbücherei seine besten Fotos des Ahrensburger Tunneltals ausstellt. Das Ahrensburger Tunneltal ist Teil eines FFH-Gebietes (Fauna-Flora-Habitat), was den höchsten europäischen Schutz eines Naturschutzgebietes bedeutet. Die Länder sind angehalten dafür zu sorgen, dass die Qualität solcher Gebiete sich nicht verschlechtert. Im Gegenteil sie werden aufgefordert, dafür zu sorgen, dass sich die Qualität verbessert. Kukulenz möchte den Menschen in Ahrensburg und entlang des Tunneltales verdeutlichen, welch ein Kleinod sie vor ihrer Haustür haben und sie anhalten sich mit dem Tunneltal zu beschäftigen, damit sie die Schönheit und den Erhalt dieses einzigartigen Naturschutzgebietes wahrnehmen.
Die Ausstellung ist bis zum 23. Dezember in der Stadtbücherei Ahrensburg zu sehen. Eintritt frei!
Dort kann auch der Tunneltal-Kalender vorbestellet werden. Ein Ansichtsexemplar liegt aus!
IG Tunneltal und BI Ahrensburg gegen Gütertrasse ziehen eine gemischte Bilanz über die „Dialogveranstaltung S4 / Gütertrasse“.
Die Veranstaltung war von den Initiativen gefordert worden, da beide befürchteten, dass bisher Regionalpolitik und Bürger nur sehr unzureichend und einseitig über die Planungen zum Bau der S4 / Gütertrasse informiert wurden.
Gut 200 Interessierte folgten schließlich der Einladung zur „Dialogveranstaltung“ am 27. Oktober im Schulzentrum am Heimgarten und verfolgten die Veranstaltung in Präsenz. Gut 1.000 Aufrufe (Stand: 1.11.) verzeichnete der Onlinestream der weiterhin unter dem Link https://youtu.be/mQx9oTPO2SI nachgeschaut werden kann.
„Die gute Beteiligung an der Veranstaltung zeigt, dass die Anwohner sehr wohl ein großes Interesse an den Ausbauplänen zur S4 und Gütertrasse und den möglichen Folgen für unsere Stadt und das Tunneltal haben. Außerdem scheint sich unser Verdacht zu bestätigen, dass viele Anwohner den 2-gleisigen Streckenausbau der S4 bis Ahrensburg kritisch sehen, da er für Ahrensburg und den Kreis Stormarn keine Vorteile bringen wird.“ so Michael Kukulenz von der Bürgerinitiative Ahrensburg gegen Gütertrasse.
Trotz der Freude über die gute Bürgerbeteiligung, bemängeln beide Initiativen weiterhin die fehlende Transparenz und Dialogbereitschaft der Deutschen Bahn. So hatte die Deutsche Bahn bereits im Sommer die Stadtverwaltung Ahrensburg gebeten, dass die Bürgerinitiativen doch bitte zur Vorbereitung auf die Dialogveranstaltung einen Fragenkatalog ausarbeiten mögen. Unter Beteiligung vieler Anwohner wurden daraufhin 88 Fragen formuliert, die bereits Anfang August eingereicht wurden.
„Doch leider wurde so gut wie keine dieser Fragen von der Deutschen Bahn auf der Dialogveranstaltung aufgegriffen und beantwortet. Anstatt uns die Antworten auf unsere drängenden Fragen zu liefern, investierte man viel Zeit in die Präsentation vermeintlich innovativer und transparenter Lärmschutzwände. Ich sehe darin nur wenig Innovation, zumal es Graffitikünstlern relativ egal sein wird, ob sie blickdichte oder transparente Wände besprayen. Für die Stadt wird das nur die Reinigungskosten in die Höhe treiben. An der zerschneidenden Wirkung im Naturschutzgebiet und der optischen Verschandelung in Ahrensburgs Innenstadt wird das nichts ändern.“ so Kukulenz weiter.
Svenja Furken von der IG Tunneltal kritisierte, dass kein politischer Vertreter aus Hamburg auf dem Podium stand. Denn dann hätte er auf die unbequeme Frage der IG Tunneltal: „Kann es sein, dass die 2 neuen Gleise nur deshalb bis Ahrensburg gebaut werden, weil man auf Hamburger Stadtgebiet schlichtweg keinen Platz für die notwendige Abstellanlage der S4 findet?“ gleich persönlich antworten können.
Hintergrund Ihrer Vermutung: Der 2-gleisige Trassenausbau für die S4 endet direkt hinter Ahrensburg. Von dort führt dann ein weiteres Gleis nach Delingsdorf zur Abstellanlage, die ca. 1,3 Kilometer lang und mehrere Gleise breit werden soll und auf der nachts etwa 21 S4-Züge parken sollen. Ab Ahrensburg-Gartenholz wir die neue S4 dann auf die Bestandsstrecke eingefädelt und teilt sich Richtung Bad Oldesloe weiterhin die Gleise mit dem Fern- und Güterverkehr. Jede Einfädelung auf der Strecke birgt große Probleme für einen reibungslosen Verkehr.
„Überhaupt wurde viel zu wenig über die Alternativen für die Trasse gesprochen. Gute Redner wie Dr. Arnold Harmsen und Prof. Struwe, die Alternativen aufzeigen konnten, hatten nur wenige Minuten, um die sehr komplexen Sachverhalte darzulegen. Das finden wir extrem bedauerlich und das spiegelt auch nicht die eigentliche Absicht der Initiatoren dieser Veranstaltung, nämlich die Diskussion um mögliche Alternativen, wider!“ sind sich beide Initiativen einig.
Dabei hatte Dr. Harmsen es so schön auf den Punkt gebracht, indem er klar machte, dass die S4 für Ahrensburg und Schleswig-Holstein keinen Vorteil bringen wird. Die Fahrzeiten in die Innenstadt verlängern sich auf 30 Minuten ab Ahrensburg und der Fahrkomfort in der S-Bahn würde sich gegenüber den Regionalzügen verschlechtern. Dafür werde niemand sein Auto in der Garage stehen lassen.
Er plädiert daher für das „Hummeltenberg-Lichte-Konzept“, das den Ausbau der S4 nur bis Hamburg-Rahlstedt vorsieht. Der Nahverkehr auf der Schleswig-Holsteinischen Seite müsse demnach weiterhin über schnelle Expresszüge, die von Ahrensburg aus in ca. 15 Minuten die Innenstadt erreichen, bedient werden. Über einen kurzen Zwischenhalt in Rahlstedt bestehe dort eine Umsteigemöglichkeit in die S4.
Auch zum Güterverkehr gab es Alternativvorschläge. So prophezeite Professor Struwe von der Northern Business School, dass die S4 mit ihrer Einfädelung in Ahrensburg-Gartenholz zum Nadelöhr des internationalen Schienengüterverkehrs werden wird. Er forderte, dass die Schienengüterverkehre, die mit der Fertigstellung der Fehmarnbeltquerung erwartet werden, zwingend ab Lübeck auf weitere schon bestehende Alternativtrassen umverteilt werden müssen, um die jetzt schon überlastete Strecke Hamburg-Lübeck nicht zu überfordern.
IG Tunneltal und die BI Ahrensburg gegen Gütertrasse erwägen nun eine Folgeveranstaltung, auf der diese nur kurz angeklungenen Alternativen noch einmal intensiver beleuchtet werden und dann auch zu einem Dialog mit den Planungsfachleuten führen muss. Vielleicht schafft es bis dahin auch die Deutsche Bahn die 88 Fragen besorgter Anwohner vom August zu beantworten.