Bilder einer Ausstellung

Eines der wenigen Fotos, auf denen Alfred Rust selbst zu sehen ist!

Der Termin für die Ausstellung „Die Welt der Ahrensburger Rentierjägerkulturen“ rückt näher und es wird langsam Zeit, um die ersten Bilder für die Ausstellung zusammenzusuchen.

Schon seit längerem stehen wir dazu in engem Kontakt mit Dr. Sönke Hartz vom Museum für Archäologie Schloss Gottorf.

Da Alfred Rust ein hervorragender Fotograf war, gibt es im Archiv von Schloss Gottorf eine sehr umfangreiche Fotosammlung von den Ausgrabungen im Ahrensburger Tunneltal. „Komm doch bei nächster Gelegenheit vorbei, um die Bilder vor Ort zu sichten.“ war der Vorschlag von Dr. Hartz.

Da wir ohnehin wegen der Dreharbeiten mehrmals in Schleswig sind, konnte ich einen Abstecher in Landesmuseum einrichten. Es hat sich gelohnt! Es konnten einige sehr schöne Fotos herausgesucht werden, die noch nicht in Büchern veröffentlicht wurden und so auch für echte Tunneltal-Insider interessant sein dürften.

Vielen lieben Dank an Dr. Sönke Hartz!

 

 

Dreharbeiten im Tunneltal

Wenn man einen Film über die Rekonstruktion eines „Ahrensburger Bogens“ dreht, darf das Ahrensburger Tunneltal natürlich nicht fehlen. Denn dort wurden ja schließlich die gut 100 Holzpfeile (die bislang ältesten Pfeile der Menschheitsgeschichte!) entdeckt.

Da das Ahrensburger Tunneltal weitesgehend unter Naturschutz steht, mussten wir uns vorab eine Dreherlaubnis bei der Unteren Naturschutzbehörde Kreis Stormarn einholen. Besten Dank an dieser Stelle an die UNB für die Genehmigung!

Als Protagonistin für den Dreh im Tunneltal konnten wir Frau Dr. Mara Weber vom ZBSA (Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie) in Schleswig gewinnen. Als Spezialistin für spätpaläolithsche Kulturen, war sie schon vormittags mit der Neanderthaler Gesellschaft (siehe Blogbeitrag unter „Alle Beiträge“) im Tunneltal unterwegs, so dass ihr Drehtermin gleich im Anschluss an die Führung gelegt wurde.

Leider zeigte sich das Wetter von seiner herbstlich trüben Seite. Dennoch sind einige schöene Einstellungen im Kasten und Frau Dr. Weber konnte einmal mehr die weltweite Bedeutung des Ahrensburger Tunneltals aus wissenschaftlicher Sicht zum Besten geben.

Vielen lieben Dank an Frau Dr. Mara Weber – und das ZBSA!

 

Die „Neanderthaler“ zu Besuch im Tunneltal

Vor vielen Jahrtausenden, bevor die letzte Eiszeit ihre gewaltigen Gletscher über Nordeuropa ausbreitete, zogen sicher auch einmal Neandertaler durch die Region in Ahrensburg. Das Ahrensburger Tunneltal gab es da allerdings noch nicht, denn das wurde erst durch die Schmelzwasser der letzten Eiszeit geschaffen.

Nachdem sich die Gletscher am Ende der Eiszeit zurückzogen und vor etwa 14.000 Jahren Nordddeutschland wieder für Menschen bewohnbar machten, waren die Neandertaler bereits ausgestorben und anatomisch moderne Menschen (homo sapiens, also wir) eroberten  den Norden – die Ahrensburger Rentierjägerkulturen.

Nach Neandertalerrelikten sucht man in den meisten Regionen Schleswig-Holsteins vergeblich. Zu mächtig sind die Hinterlassenschaften der letzten Eiszeiten, die gewaltige Geröllmengen in Norddeutschland ablagerten und potentielle Fundstätten der Neandertaler tief unter sich vergruben.

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Endlich wieder bei den Wikingern!

Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Wikinger haben nichts mit den Rentierjägern zu tun, denn da liegen mehr als 10.000 Jahre Menschheitsgeschichte zwischen den beiden Kulturen!  Aber der Wikingerplatz bei Haithabu ist nicht nur ein schöner Drehort, sondern auch Harm Paulsens Experimentier-Spielwiese.

Harm Paulsen hat zwischenzeitlich am „Ahrensburger Bogen“ weitergearbeitet, so dass heute die nächsten Schritte gefilmt werden können. Außerdem sollen viele Detailaufnahmen der Flintbearbeitung gemacht werden.

 

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S4: Das trojanische Pferd der Deutschen Bahn

Eine Pressartikel von Svenja Furken:

Quelle: DB Engineering & Consulting GmbH

Wie das Ahrensburger Tunneltal mit einem falschen Versprechen dem transeuropäischen Güterverkehr geopfert werden soll.

Durch die Entdeckung zweier steinzeitlicher Rentierjägerkulturen in den 1930er Jahren, wurde das Ahrensburger Tunneltal schlagartig zu einem international bedeutenden archäologischen Fundort.

Die Steinzeitkulturen, die am Ende der letzten Eiszeit dort lebten, sind gut dreimal so alt wie die berühmten Pyramiden von Gizeh oder das legendäre Stonehenge und hinterließen im Ahrensburger Tunneltal spektakuläre Fundstücke, wie den Stab von Poggenwisch (eines der ältesten Kunstobjekte Nordeuropas) – und die weltweilt ältesten Pfeile der Menschheitsgeschichte!

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S4: Das Trojanische Pferd der Deutschen Bahn

Wie das Ahrensburger Tunneltal mit einem falschen Versprechen dem transeuropäischen Güterverkehr geopfert werden soll.

Quelle: DB Engineering & Consulting GmbH

Durch die Entdeckung zweier steinzeitlicher Rentierjägerkulturen in den 1930er Jahren, wurde das Ahrensburger Tunneltal schlagartig zu einem international bedeutenden archäologischen Fundort.

Die Steinzeitkulturen, die am Ende der letzten Eiszeit dort lebten, sind gut dreimal so alt wie die berühmten Pyramiden von Gizeh oder das legendäre Stonehenge und hinterließen im Ahrensburger Tunneltal spektakuläre Fundstücke, wie den Stab von Poggenwisch (eines der ältesten Kunstobjekte Nordeuropas) – und die weltweilt ältesten Pfeile der Menschheitsgeschichte!

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Eisenbahnbundesamt gibt grünes Licht für Bauprojekt

26. August 2020: Das Eisenbahnbundesamt gibt Grünes Licht für den ersten Bauabschnitt.

Die Deutsche Bahn betitelt den Startschuss auf ihrer eigens eingerichteteten Website: S-Bahn-4.de mit den Worten „Meilenstein für die S4. Baustart noch dieses Jahr“.

Auch Andreas Scheuer wird zitiert. Dieser erwähnt neben dem Loblied auf das S4 Projekt auch, dass mit dem Bauprojekt zugleich „mehr Platz für den Fern- und Güterverkehr geschaffen werde“.

Anwohner und Naturschützer sind alarmiert.